Mobilitätserziehung

Praktisch erlebt - Mobilitätserziehung für kleine und große Frankfurter

Mobilität ist heute ein scheinbar selbstverständlicher Bestandteil unseres Lebens. Der damit verbundene Verkehr -besonders der motorisierte Straßenverkehr- belastet jedoch Umwelt und Gesundheit in vielfältiger Weise. Immer mehr Eltern fahren ihre Kinder zur Schule oder zum Spielen mit Freunden. Abgase, Lärm, Unfallgefahren und Bewegungsmangel sind die bekanntesten Umwelt- und  Gesundheitsbelastungen durch den Straßenverkehr.

Nicht für alle Bevölkerungsgruppen ist Mobilität selbstverständlich. Die starke Zunahme des motorisierten Verkehrs wirkt sich auch in Frankfurt (Oder) negativ auf Fußgänger und Radfahrer aus (insbesondere für Kinder, Senioren und Menschen mit Beeinträchtigungen). Viele nicht motorisierte Verkehrsteilnehmer fühlen sich auf stark befahrenen Straßen so immens gefährdet, dass sie sich immer mehr in ein für sie scheinbar sicheres Umfeld zurückziehen (Wohnung) und vom sozialen Leben ausgeschlossen sind. Auch auf die gesundheitliche Entwicklung, z. B. Mangel an  motorischen Fähigkeiten und Adipositas bei sozial benachteiligten Kindern, wirkt sich dieses Verhalten negativ aus und sorgt für alarmierenden Handlungs-bedarf. Ergebnisse der Unfallstatistik zeigen darüber hinaus einen deutlichen Anstieg des Risikos, mit dem Fahrrad oder auch als Fußgänger zu verunglücken.

Aus diesem Grund ist es notwendig, Verkehrsteilnehmer d. h. Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Senioren und Menschen mit Beeinträchtigungen auf die ständig steigenden Anforderungen im Straßenverkehr vorzubereiten. Dies erfordert die Entwicklung und Bereitstellung von altersangemessenen, verkehrspädagogischen Angeboten für alle Altersstufen.

Im Projekt Mobilitätserziehung erwerben die TeilnehmerInnen Mobilitätskompetenz und erwerben Kenntnisse und Fertigkeiten, eigenständig mobil zu sein und verantwortungsbewusst Mobilitätsentscheidungen zu treffen. Wir sehen unser Projekt bewusst als soziales Projekt an, weil die TeilnehmerInnen in den verschiedenen Altersstufen durch unsere Arbeit soziale Kompetenzen vertiefen sowie neu erlernen und diese eigenständig und nachhaltig anwenden. Ihr soziales Verhalten im (Verkehrs-) Raum wird trainiert und verfestigt. Diese sozialen Kompetenzen bedürfen Zeit zur Entwicklung und erfordern vor allem erlebnis- und erfahrungsorientiertes sowie zielgruppenspezifisches Lernen.

Projektbestandteile:
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Unterstützungsangebote zu Fahrradausbildung und Fahrradprüfung in Klassenstufe 4

- Arbeit mit Menschen mit Beeinträchtigungen
- Schulungsangebote zur Mobilitätserziehung für ehrenamtliche Helfer
- Großveranstaltungen für die ganze Familie

- Offene Fahrradwerkstatt und Fahrradkurse [ein Angebot unseres Kooperationspartners dem bbw]


Ansprechpartnerin: Katja Hampel

Telefon: 0335 / 3871890

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Land Brandenburg Soziale Stadt Stadt Frankfurt (Oder) Stiftung SPI